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Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

myklang.ch / MyKlang · Stand: September 2026 · Version 1.0

Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag („AVV“) ergänzt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zwischen dem Kunden („Verantwortlicher“) und myklang, Philipp Bader, handelnd als „MyKlang“ („Auftragsbearbeiter“, „wir“) und regelt die Bearbeitung von Personendaten, die der Verantwortliche über die Plattform MyKlang bearbeiten lässt.

1. Gegenstand und Dauer

Gegenstand ist die Bearbeitung von Personendaten der eigenen Patientinnen und Patienten des Verantwortlichen, einschliesslich besonders schützenswerter Gesundheitsdaten, durch den Auftragsbearbeiter im Rahmen der Bereitstellung der Plattform gemäss AGB.

Die Dauer dieses AVV entspricht der Dauer des Hauptvertrags (AGB) und endet automatisch mit dessen Beendigung, vorbehältlich Ziff. 8.

2. Art und Zweck der Bearbeitung

Die Bearbeitung umfasst das Erheben, Speichern, Verändern, Anzeigen, Exportieren und Löschen der in Ziff. 3 genannten Personendaten, ausschliesslich zum Zweck des Betriebs der Plattform gemäss den Weisungen des Verantwortlichen.

3. Kategorien betroffener Personen und Personendaten

Betroffene Personen: Patientinnen und Patienten des Verantwortlichen sowie ggf. deren Vertretungspersonen.

  • Kontaktdaten: Name, Adresse, Telefonnummer(n), E-Mail-Adresse(n), Geburtsjahr
  • Vertragsbezogene Daten: Werbeeinwilligungen, Notizen
  • Besonders schützenswerte Personendaten (Gesundheitsdaten): Anliegen/Grund des Besuchs, physische und psychische Beschwerden, Kontraindikationen und weitere gesundheitsbezogene Angaben, jeweils nur soweit vom Verantwortlichen eigenständig erfasst.
  • Behandlungs- und Termindaten: Termine, Leistungen, Preise

Für die Bearbeitung dieser besonders schützenswerten Personendaten ist ausschliesslich der Verantwortliche zuständig, insbesondere für die Einholung einer gültigen Einwilligung der betroffenen Patientinnen und Patienten (in der Plattform als „Einwilligung Gesundheitsdaten“ abbildbar). Der Auftragsbearbeiter prüft diese Einwilligung nicht inhaltlich.

4. Pflichten des Auftragsbearbeiters

  • Bearbeitung ausschliesslich gemäss den dokumentierten Weisungen des Verantwortlichen.
  • Angemessene, dem erhöhten Schutzbedarf von Gesundheitsdaten Rechnung tragende technische und organisatorische Massnahmen (siehe Anhang A), laufend dem Stand der Technik angepasst.
  • Vertraulichkeitsverpflichtung der mit der Bearbeitung betrauten Personen.
  • Meldung von Datenschutzverletzungen an den Verantwortlichen innert 48 Stunden.
  • Unterstützung bei Anfragen betroffener Personen – direkter Selbstbedienungs-Zugriff in der Patientenverwaltung.

5. Unterauftragsverarbeiter

Der Verantwortliche stimmt dem Einsatz folgender Unterauftragsverarbeiter zu:

  • cloudscale.ch AG – Hosting/Infrastruktur (Schweiz)
  • Vom Verantwortlichen selbst gewählter SMTP-Anbieter (nur falls der Verantwortliche für den Sammel-E-Mail-Versand eigene SMTP-Zugangsdaten in den Einstellungen hinterlegt) – die Auswahl des Anbieters liegt beim Verantwortlichen; er bleibt insoweit selbst dafür verantwortlich, dass mit diesem Anbieter ein angemessenes Datenschutzniveau besteht.

Neue Unterauftragsverarbeiter werden mindestens 30 Tage im Voraus angekündigt; der Verantwortliche kann aus wichtigem Grund widersprechen.

6. Übermittlung ins Ausland

Werden Personendaten an Unterauftragsverarbeiter ausserhalb der Schweiz/des EWR übermittelt, stellt der Auftragsbearbeiter geeignete Garantien sicher (z. B. Standardvertragsklauseln, Angemessenheitsbeschluss).

7. Haftung

Es gelten die Haftungsbestimmungen der AGB entsprechend. Für Schäden aus Bearbeitung entgegen den dokumentierten Weisungen haftet der Auftragsbearbeiter nach den gesetzlichen Bestimmungen.

8. Löschung/Rückgabe nach Vertragsende

Nach Beendigung des Hauptvertrags werden die Personendaten während 30 Tagen zum Export bereitgehalten und danach unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.

Anhang A – Technische und organisatorische Massnahmen (TOM)

  • Verschlüsselung: TLS/HTTPS, verschlüsselte Speicherung sensibler Zugangsdaten
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle, strikte Mandantentrennung
  • Gesundheitsdaten (Anliegen, Beschwerden, Kontraindikationen) sind in der Patientenverwaltung getrennt von allgemeinen Kontaktdaten geführt und nur berechtigten Benutzerkonten der jeweiligen Praxis zugänglich
  • Änderungsprotokoll (Changelog) inkl. Undo-Funktion
  • Regelmässige automatisierte Datensicherungen, Hosting in der Schweiz
  • Datenminimierung: nur die für den Zweck erforderlichen Felder
  • Vertraulichkeitsverpflichtung des Zugriffspersonenkreises